SNB-Umfrage: Doppelt so viele Produktionsverlagerungen zu erwarten
Es vergeht kaum ein Tag, an dem Firmen nicht einen Stellenabbau melden. Der überbewertete Franken hinterlässt seine schmerzhaften Spuren. Die leichte Abwertung auf knapp 1.10 Fr./Euro gibt den betroffenen Firmen zwar etwas Luft. Doch die jüngste Umfrage der Nationalbank SNB bei rund 180 Firmen gibt alles andere als Entwarnung. Die Umfrage wurde offenbar von Mitte Juli bis Anfang September durchgeführt. Das ist ein Zeitraum, in welchem sich der Franken abgewertet hat. Ab dem 10./11. August war er meist 1.08 Fr./Euro oder schwächer.
Dennoch ist der Anteil der Firmen, die von der Überbewertung negativ betroffen sind, seit dem Quartalsheft vom Juni nicht gesunken, sondern eher noch leicht gestiegen. Besonders besorgniserregend sind jedoch die Antworten zu den Auslagerungsplänen. Während im Juni noch etwas mehr als 10 Prozent der Firmen Auslagerungen von Produktionsteilen gemeldet haben, waren es in der Septemberausgabe mehr als doppelt so viel, nämlich über 20 Prozent.
Seit Beginn der Aufwertung hat die Schweizer Industrie bereits mehr als 5 Prozent der Stellen abgebaut. Gemäss den Beschäftigungsaussichten des BFS drohen weitere Personalreduktionen. Anders die Entwicklung in Deutschland, dessen Industrie mit der Schweizer vergleichbar ist. In der deutschen Maschinenindustrie arbeiten heute rund 15 Prozent mehr Personen als im Jahr 2008. In der Schweizer Maschinenindustrie sind es hingegen mehr als 10 Prozent weniger.

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28. Dezember 2015
Nachdem ja te4glich
Nachdem ja te4glich in den Medien zu lesen ist, dass die USA bankrott seien (als kotepltmes Land) und der Kapitalismus im Sterben liege : ist das eine Liste solcher US Firmen nicht ein Debatte darfcber wer tot ist, und wer noch tf6ter?